Westerntreffen 2013 in Carlsruhe

 

Text von Jörg M. Singer / Fotos von Angelika Singer, Jörg M. Singer und Yve Marek

Definitionsgemäß darf man es wohl schon Tradition nennen: Das jährliche Westerntreffen auf dem Westernhof Carlsruhe bei Marlow in Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr wieder einmal mit einer rekordverdächtigen Teilnehmerzahl: 119 Pferde und Reiter nahmen am Orientierungsritt, dem Hauptevent, teil.

Bereits zum 16. Mal trafen sich auf dem Westernhof Carlsruhe Westernreiter, Reitfreunde, Kutschenfahrer und sonstige Reitbegeisterte zum Westerntreffen. Datiert auf den 07. September 2013 reisten bereits in der Woche vor dem Treffen die ersten Teilnehmer aus Gera an und bezogen Platz auf der zum Campingfeld umgewidmeten Koppel. Weitere Teilnehmer folgten am Freitag vor dem Westerntreffen und machten es sich ebenfalls auf dem Campingfeld gemütlich.

Wie immer hat der Westernhof Carlsruhe e.V. bereits für den Freitagabend den ersten Wettkampf vorbereitet. So starteten zwölf  Teams in den Vorläufen der Disziplin „Indian Rescue Race“ und boten den Zuschauern ein unvergessliches Spektakel. Spektakuläre Stürze, die alle ohne negative Auswirkungen auf Reiter und Pferd blieben, neben artistischen Übungen und reiterlichem Können ließen die Zuschauer mal den Atem anhalten und mal vor Aufregung von den Sitzen springen. Die besten drei Teams dieses Abends qualifizierten sich für die Endrunde am folgenden Nachmittag.

Diesem spannenden und mitreißenden Wettkampf folgte ein gemütliches Beisammensein vor dem Saloon des Westernhof Carlsruhe bei Schnitzelbrötchen, Fleischkäse und der obligatorischen flüssigen Nahrung.

Am nächsten Morgen, dem Tag im Kalender des Westernhof Carlsruhe  e.V., hieß es bereits früh raus aus den Federn zu kommen. Nach einem süßen oder deftigen Frühstück, vorbereitet von den fleißigen Helferinnen und Helfern des Westernhof Carlsruhe e.V., starteten um 08:00 Uhr bei schönstem Sommerwetter die ersten Gruppen auf den Orientierungsritt. Bis die letzte von 24 Gruppen bestehend aus Reitern und Kutschenlenkern vom Hof war, zeigte die Uhr 10:00 an. Zu diesem Zeitpunkt saßen die Mitglieder und Helfer des austragenden Vereins schon lange auf ihren Posten entlang des Reitweges, um den Teilnehmern mit lustigen, kniffligen und sportlichen Aufgaben einiges abzuverlangen. Letztlich ging es darum Punkte zu sammeln, um am Ende als Sieger gekürt zu werden und den Wanderpokal für ein Jahr mit auf den eigenen Hof zu nehmen.

Nach der Rückkehr auf das Veranstaltungsgelände bestand die Möglichkeit, auf einem Trail-Special das eigene Können unter Beweis zu stellen, oder aber einfach nur einmal auszuprobieren, ob man einen Trail gemeinsam mit seinem Kameraden, dem Pferd, erfolgreich absolvieren kann. Hier zeigt sich denn auch der große Unterschied des Westerntreffens zu einem Turnier: Auch nicht Westernreiter haben die Möglichkeit  sich und ihr Pferd auf den Trail zu schicken, einfach um es mal auszuprobieren. Dennoch wurde auch in dieser Disziplin gewertet, um anschließend die Sieger aus den Gruppen Junior und Adult zu küren.

Immer wieder ein Highlight stellt am frühen Nachmittag der Einritt aller Beteiligten Reiter, Pferde und Kutschen hinter den Flaggen Deutschlands, der USA und Mecklenburg-Vorpommerns auf den Reitplatz des Hofes dar. Dieses Jahr jedoch erschien der Platz für die Masse fast zu klein. Aus den Händen des Bürgermeisters der Stadt Marlow (Sponsor der Pokale) Herrn Norbert Schöler und des Vorsitzenden des Westernhofs Carlsruhe e.V. Herrn Frank Haslinger nahmen  die Platzierten des Orientierungsrittes und des Trails im Beisein aller Reiter und Pferde ihre Urkunden, Pokale und Sachpreise in Empfang.

Mittlerweile hatte sich der Hof gut gefüllt. Zu den bereits in einigen Prüfungen und Wettkämpfen angetretenen Reitern und Pferden gesellten sich jede Menge Besucher aus der Region, welche sich das Treiben, vor allem aber die Atmosphäre  nicht entgehen lassen wollten. Neben Kaffee & Kuchen, Nudeln mit Gulasch, Eis und kühlen Getränken wurde den Besuchern ein Programm geboten, welches so in der Region kein zweites Mal zu sehen ist.

Nach dem Vorlauf am Vorabend traten nun die drei besten Teams im Endlauf des „Indian Rescue Race“ gegeneinander an. Auch heute war dieses Race nichts für schwache Nerven. Schließlich war das Siegerteam ermittelt und der Reitplatz wurde durch fleißige Helfer unter Zuhilfenahme von Bullengittern für das folgende Event gesichert: Die Arbeit am Rind.

Arbeit am Rind

Begleitet durch die fachkundigen Kommentare von Frank Haslinger wurden den Besuchern und Zuschauern die Wettkämpfe im Team- und Cattle-Penning gezeigt. Jeder der es sich zutraute, hatte die Möglichkeit sich zu diesen Wettkämpfen zu melden, um sich für die Urkunden, Pokale und Sachpreise zu bewerben. Den Zuschauern bot sich ein Bild, welches sie sicherlich so nicht oft zu sehen bekommen.

Nachdem die Wettkämpfe am Rind beendet waren und die Sonne sich langsam dem Horizont näherte, wurde die bereits vorbereitete Reithalle zum Mittelpunkt des Geschehens. Bei Musik und Tanz, Vorführungen im Linedance durch die Buffalo Kids und der amerikanischen Versteigerung eines Aufenthaltes auf der Apache Spirit Ranch in Tombstone/Arizona/USA klang das Westerntreffen würdig aus und wird wohl in allen Beteiligten die Sehnsucht  auf das Westerntreffen 2014 beim Westernhof Carlsruhe e.V. geweckt haben.

Der Dank aller Teilnehmer gilt den Mitgliedern, Freunden und Sponsoren des Westernhof Carlsruhe e.V. und nicht zuletzt Petrus, welcher der gelungen Veranstaltung das i-Pünktchen aufsetzte.(JMS)

Die Platzierten:

Orientierungsritt

1. Team Ehlershof und Team Kukuk;

2. Team Werner;

3. Team Dalwitz

Trail Adult

1. Daniela Stege;

2. Stefan Linde;

3. Ulrike Bauer

Trail Junior

1. Aike-Marie Frechwurst;

2. Kirsten Lange;

3. Lea Schilling

Indian Rescue Race

1. Dirk Haslinger mit Charlotte Rudlof (13,40 Sekunden);

2. Frank Haslinger mit Lana Lenz (15,79 Sek.);

3. Daniela Stege mit Steffi (16,38 sek.)

Cattle Penning

1. Bernd Brinkmann (9,01 Sek.);

2. Michel Rißmann (9,19 Sek.);

3. Falko Behnke (9,81 Sek.)

Team Penning 

1. Gero, Cristian, Falko (2 Rinder in 2:20);

2. Andreas, Christian, Andreas ( 1 Rind in 1:25);

3. Stefan, Jan, Ina (1 Rind in 1:57)